Anwendung / FAQ

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Der Weg vom "Panschen" zum "Kreieren"

 

Es gibt derzeit 1.000 eingetragene Parfümer auf der Welt und alle haben das gleiche Ziel, doch mit den verschiedensten Wegen...

Niemand verrät gerne seine Mixtur, oder seinen "Blend" und schon gar nicht wie er es zubereitet, aber wir können euch helfen, Euren Weg zu erleichtern, um unnötige Fehlversuche zu vermeiden.

 

Als Basis sollte man wissen, dass ein "ausgewogenes" Parfüm aus mehreren Noten besteht.

 

Kopfnote:    auch "Topnote" genannt, ist meistens ein leichter Duft, welcher als erstes nach dem Auftragen wahrgenommen wird, er ist flüchtiger und bildet den ersten Eindruck.

Herznote:    auch als Mittelnote bezeichnet, ist in der Regel ein "stärkerer" Duft, welcher unmittelbar nach der Kopfnote zum vorschein kommt, die Herznote ist langanhaltener und das für 1-3 Tage. Hier bildet sich der eigentliche Charakter des Parfüms.

Basisnote:    diese Noten bilden den letzten Eindruck, "schwere" und äußerst langanhaltene Düfte, welche bis zu einer Woche haften und auch sehr prägend sind. 

 

Da ihr nun wisst, welche Noten in ein Parfüm kommen, könnt ihr euch jetzt überlegen welche Noten ihr überhaupt haben möchtet. Ihr müsst nicht von jedem "Eine" nehmen, ihr könnt auch sogar eine "Zweite" weglassen,  oder mehrere Basis-Kopf-oder Herznoten nehmen. Da gibt es uneingeschränkte Kreativität.

Aber nach der Auswahl kommt die Menge. Da es die verschiedensten Angaben über Mengen und ihrer Einstufung gibt, haben wir uns erlaubt den Auszug der Allgemeinheit von Wikipedia zu nutzen, der beschreibt, in welcher Menge der Gesamtkonzentration, ihr euren Duft dann nennen dürft.

  • Eau de Solide (EdS), Splash Cologne, Edition S, Splash Perfumes (1–3 %). „EdS“ ist ein eingetragenes Warenzeichen.
  • Eau de Cologne (EdC), Kölnisch Wasser (3–5 %). „Echt Kölnisch Wasser“ und „Original Eau de Cologne“ sind eingetragene Warenzeichen.
  • Eau de Toilette (EdT; 6–9 %, Toilettenwasser) – bei sogenannten Extrême-/Extreme- oder Intense-Varianten auch mehr
  • Eau de Parfum (EdP; 10–14 %) – Intense-Varianten: bis 20 %
  • Extrait Parfum oder Extrait de Parfum (Parfum/Parfüm; 15–30 %) – Intense-Varianten: bis 40 %

 

Fazit: Wollt ihr also ein EdT mit 9% Richstoffstoff, so müsst ihr wissen, was ist erst einmal eure Gesamtmenge??    Nehmen wir ein Beispiel indem wir sagen, dass wir 100ml Parfüm herstellen wollen, somit ergeben 9% gleich 9ml. Diese 9ml Riechstoffe teilt ihr auf eure Noten auf. Zum Beispiel 3ml Kopfnote, 3ml Basisnote und 3ml Herznote. Aber natürlich kann man dieses nicht pauschalisieren, denn einige synthetische Stoffe sind fast schon übertrieben intensiv, dass eine Menge von 3ml von einem Riechstoff euch alles vergehen lässt. Darum immer im Hinterkopf behalten: Weniger ist mehr. Wenn es nach der Reifezeit, welche 14 Tage gut gekühlt als Richtwert beträgt, zu wenig für euch ist, etwas anderes noch zu dominant ist, könnt ihr immernoch eure Mengen erhöhen und abwarten wie es sich entwickelt.

Was ist aber mit den restlichen 91% Prozent Inhalt?

Syntetische Riechstoffe, so wie auch ätherische, werden in der Regel in Alkohol gelöst.

Der Alkohol, auch Weingeist, Ethanol, Primasprit, oder Trinkspiritus genannt sollte egal wie er heißt, einfach nur rein sein und nicht von Zusätzen wie durch vergällen, oder anderen Zusätzen, das spätere Aroma beinträchtigen. Spiritus ist einer von den Kanditaten, welcher nicht genommen werden sollte, sonst erinnert euer Parfüm an "Scheibenwischer im Winter, gepaart mit Duftbaum". Alle beschriebenen Stoffe brennen gleich gut, nur das der Spiritus nicht der Brandweinsteuer unterliegt und somit zum "Verfackeln", oder "Scheibenwischen" in den Geldbeutel passt.

Natürlich könnt ihr auch in euren 91% "herumexpimentieren" und Basiswasser, Kosmetikwasser, Rosenwasser, Panthenol, oder Anderes mit einfließen lassen, den Erfolg bekommt ihr auf jeden Fall mit.

Je mehr Wasser und je weniger Alkohol, desto besser soll es sein. Wasser langsam einfüllen und stetig rühren. Bei minimaler Trübung sollte es gut sein. Ansonsten wieder dem Trüben mit Alkohol entgegen wirken.

 

Spritzen aus der Apotheke sind preiswert, helfen sehr gut bei den Mengen und sind nützliche Begleiter bei der Herstellung. Aber immer nur eine Spritze für einen Riechstoff benutzen, sonst kontaminiert ihr eure Zutaten untereinander und erhaltet irgendwann alles andere als reine Zutaten.

Je dunkler ein Parfüm aufbewahrt wird, desto länger ist es haltbar.

Eine Schutzbrille ist nicht nur "Neuversuchlern" zu empfehlen. Einige Stoffe sind in konzentierter Form sehr reizend und können bei empfindlicher Haut zur Rötung führen.

Aluminiumflaschen geben kein Geruch ab und können verwendet werden.

 

Betrachtet unsere Worte als Richtlinie und wir hoffen Euch ein wenig geholfen zu haben.

Viel Spaß beim Ausprobieren.